Die Zukunft mitgestalten
Pressemitteilung
Hector Fellow Academy Wissen­schafts­abend 2026: Was können wir von Kindern lernen? Die Zukunft der perso­na­li­sier­ten Medizin

|

19. Mai 2026

Hector Fellow Academy Wissen­schafts­abend 2026: Was können wir von Kindern lernen? Die Zukunft der perso­na­li­sier­ten Medizin

Karlsruhe​: Wie können Erkennt­nisse in der Kinder- und Jugend­me­di­zin die Medizin von morgen verän­dern? Warum ist es entschei­dend, Kinder aktiv an Fragen rund um ihre Gesund­heit zu betei­li­gen? Und inwie­fern können Kinder­rechte zu einem wichti­gen Motor für eine bessere, indivi­du­el­lere Medizin werden? Diesen zentra­len Fragen widmet sich der öffent­li­che Wissen­schafts­abend der Hector Fellow Academy im Rahmen des Wissen­schafts­jahrs 2026 „Medizin der Zukunft“. Die Veran­stal­tung mit dem Titel „Was können wir von Kindern lernen? Die Zukunft der perso­na­li­sier­ten Medizin“ findet am 21. Mai 2026 um 18 Uhr in München statt und richtet sich an alle wissen­schafts­in­ter­es­sier­ten Bürger*innen. Inter­es­sierte können das Vortrags­pro­gramm entwe­der vor Ort in der Bayeri­schen Akade­mie der Wissen­schaf­ten (Residenz München) oder online per Livestream verfol­gen. Beim anschlie­ßen­den Stehemp­fang haben die Gäste die Möglich­keit zum weite­ren Austausch und Gespräch. Medienvertreter*innen sind herzlich einge­la­den, an der Veran­stal­tung teilzunehmen. 

Um Anmel­dung wird gebeten unter: bit.ly/Wissenschaftsabend

Die Kinder- und Jugend­me­di­zin steht für exzel­lente Grund­la­gen­for­schung ebenso wie für die Heraus­for­de­rung, medizi­ni­sche Versor­gung konse­quent an den beson­de­ren Bedürf­nis­sen junger Patien­tin­nen und Patien­ten auszu­rich­ten. Kinder sind keine kleinen Erwach­se­nen – sie erleben Krank­heit, Gesund­heit und medizi­ni­sche Behand­lung auf ihre ganz eigene Weise. Eine kindge­rechte Medizin muss diese Perspek­tive ernst nehmen, ihre Stimmen hören und ihre Rechte achten. Doch wie sieht eine Medizin aus, die Kinder wirklich in den Mittel­punkt stellt? Welche Rolle spielen ihre Erfah­run­gen und Bedürf­nisse für die Forschung? Und was können Erwach­sene von Kindern lernen – insbe­son­dere mit Blick auf die Zukunft der perso­na­li­sier­ten Medizin?

Prof. Dr. Dr. Chris­toph Klein, Profes­sor für Kinder­heil­kunde und Jugend­me­di­zin sowie Ärztli­cher Direk­tor der Kinder­kli­nik im Dr. von Hauner­schen Kinder­spi­tal der Ludwig-Maximi­li­ans-Univer­si­tät München, ist wissen­schaft­li­cher Gastge­ber des 11. öffent­li­chen Wissen­schafts­abends der Hector Fellow Academy. Das Programm des Abends gibt Einbli­cke in aktuelle Entwick­lun­gen der Kinder- und Jugend­me­di­zin und beleuch­tet die Bedeu­tung von Kinder­rech­ten für Forschung und klini­sche Praxis. Im Anschluss haben die Teilneh­men­den die Gelegen­heit, mit den Vortra­gen­den über Chancen und Heraus­for­de­run­gen der Medizin von morgen ins Gespräch zu kommen. Durch den Abend führt der Fernseh­mo­de­ra­tor Ralph Caspers, bekannt unter anderem aus „Die Sendung mit der Maus“ und „Quarks“.

Der renom­mierte Biome­di­zi­ner Prof. Dr. Dr. Josef Pennin­ger, Direk­tor des Helmholtz-Zentrums für Infek­ti­ons­for­schung (HZI) in Braun­schweig und Profes­sor an der Medizi­ni­schen Univer­si­tät Wien, richtet in seinem Vortrag den Blick auf die enge biolo­gi­sche Verbin­dung zwischen Mutter und Kind. Während Schwan­ger­schaft und Still­zeit passt sich der Körper der Mutter auf bemer­kens­werte Weise an, um sowohl die eigene Gesund­heit als auch die optimale Versor­gung des Kindes sicher­zu­stel­len. Die moleku­la­ren Mecha­nis­men, die diesen komple­xen Anpas­sungs­pro­zes­sen zugrunde liegen, sind bislang noch weitge­hend unerforscht. Gerade hier eröff­net die biome­di­zi­ni­sche Forschung jedoch neue Perspek­ti­ven. Ein besse­res Verständ­nis dieser Prozesse kann nicht nur die Gesund­heits­ver­sor­gung von Müttern und Kindern verbes­sern, sondern auch wichtige Impulse für die Behand­lung anderer Erkran­kun­gen liefern, etwa für neue thera­peu­ti­sche Ansätze bei Darmkrebs.

Wie grund­le­gend Erkennt­nisse aus der Kinder- und Jugend­me­di­zin die Medizin insge­samt voran­brin­gen können, zeigt auch die Forschung zu selte­nen Erkran­kun­gen im Kindes­al­ter. Der wissen­schaft­li­che Ausrich­ter des Abends, Prof. Dr. Dr. Chris­toph Klein, beleuch­tet, wie gerade diese wertvol­len Erkennt­nisse für die Behand­lung häufi­ger Erkran­kun­gen im Erwach­se­nen­al­ter liefern. Kinder mit selte­nen Erkran­kun­gen werden so von den „Waisen der Medizin“ zu Wegbe­rei­tern einer präzi­sen, indivi­dua­li­sier­ten Medizin. Die Versor­gung von Kindern mit schwe­ren selte­nen Erkran­kun­gen erfor­dert nicht nur medizi­ni­sche Exzel­lenz, sondern auch Mut zum Querden­ken, Kreati­vi­tät und einen beson­de­ren diagnos­ti­schen Blick. Ärztin­nen und Ärzte, die sich diesen Heraus­for­de­run­gen widmen, leisten damit Pionier­ar­beit für die Medizin der Zukunft.

Für Claudia Kittel, Leite­rin der Monito­ring-Stelle UN-Kinder­rechts­kon­ven­tion in Deutsch­land, ist die Betei­li­gung von Kindern ein unver­zicht­ba­rer Bestand­teil guter medizi­ni­scher Praxis, ebenso wichtig wie exzel­lente Forschung und bestmög­li­che Behand­lung. In ihrem Vortrag stellt sie die zentrale Grund­idee der UN-Kinder­rechts­kon­ven­tion heraus, die auch für die Medizin gilt: Kinder sind von Anfang an Träge­rin­nen und Träger eigener Rechte. Kinder und Jugend­li­che in Entschei­dun­gen einzu­be­zie­hen, die ihre Gesund­heit betref­fen, ist daher nicht nur wünschens­wert, sondern eine klare Verpflich­tung. Ihre Perspek­ti­ven, Erfah­run­gen und Meinun­gen ernst zu nehmen und in medizi­ni­sche Prozesse einzu­be­zie­hen, kann zu einem besse­ren Verständ­nis von Krank­heit und Gesund­heit beitra­gen und Schlüs­sel zu mehr Wissen und einer besse­ren Medizin sein.

Das vollstän­dige Programm finden Sie unter: https://hector-fellow-academy.de/kommende-wissenschaftsabende/hfa-wissenschaftsabend-2026/

Die Veran­stal­tung findet vor Ort im Plenar­saal (1. Oberge­schoss) der Bayeri­schen Akade­mie der Wissen­schaf­ten, Alfons-Goppel-Str. 11 (Residenz), 80539 München) statt und wird per Livestream übertragen.

Die Teilnahme an der Veran­stal­tung ist kosten­frei. Veran­stal­tungs­spra­chen sind Deutsch und Englisch. Eine engli­sche Simul­tan­über­set­zung wird angeboten.

Anmel­dung: https://events.guestoo.de/hectorfellowacademy#

Eine Veran­stal­tung in Koope­ra­tion mit dem LMU Klinikum.

Über den Hector Fellow Academy Wissenschaftsabend

Die jährlich statt­fin­den­den Wissen­schafts­abende der Hector Fellow Academy zielen darauf ab, aktuelle wissen­schaft­li­che Frage­stel­lun­gen in einen gesell­schafts­po­li­ti­schen Kontext zu stellen. Diskus­si­ons­run­den fördern den Dialog zwischen Wissen­schaft und Öffent­lich­keit und tragen dazu bei, zukunfts­wei­sende Diskurse anzusto­ßen. Im kommen­den Jahr wird der Hector Fellow Academy Wissen­schafts­abend zum Thema „Künst­li­che Intel­li­genz in den Wissen­schaf­ten“ am 9. Juni 2027 in Tübin­gen statt­fin­den und via Livestream übertra­gen. Wissen­schaft­li­cher Ausrich­ter ist Prof. Dr. Bernhard Schöl­kopf. Er ist Wissen­schaft­li­cher Direk­tor des ELLIS Insti­tuts, Direk­tor am Max-Planck-Insti­tut für Intel­li­gente Systeme, affili­ier­ter Profes­sor an der ETH Zürich, und Honorar­pro­fes­sor an der Univer­si­tät Tübin­gen und der TU Berlin.

Weitere Infor­ma­tio­nen:

Video­por­trät zu Prof. Dr. Dr. Chris­toph Klein auf YouTube: „Kinder­rechte im Fokus – Chris­toph Kleins Forschung zu selte­nen Krank­hei­ten und Kinderpartizipation“

Infor­ma­tio­nen zu den Wissen­schafts­aben­den der Hector Fellow Academy:

Wissen­schafts­jahr 2026 – Medizin der Zukunft: