Die Zukunft mitgestalten
Pressemitteilung
Hector Wissen­schafts­preis 2014

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5. Februar 2015

Wissen­schafts­preis der Hector Stiftung II

für Profes­so­ren aus Heidel­berg und Saarbrücken

HEIDELBERG/WEINHEIM. Mit den unend­li­chen Weiten des Weltalls bezie­hungs­weise mit der Erfor­schung von winzi­gen Molekü­len beschäf­ti­gen sich die neuen Preis­trä­ger des Hector Wissen­schafts­prei­ses, Prof. Dr. Eva Grebel (Univer­si­tät Heidel­berg) und Prof. Dr. Dr. Thomas Lengauer (Max-Planck-Insti­tut für Infor­ma­tik, Saarbrücken).

Grebel, Profes­so­rin für Astro­no­mie an der Univer­si­tät Heidel­berg, ist eine der führen­den Forsche­rin­nen auf dem Gebiet der Galaxien­ent­wick­lung. Auf dem jungen Forschungs­ge­biet der „galak­ti­schen Archäo­lo­gie“ nutzt sie Alter, Bewegun­gen und Zusam­men­set­zung von Sternen als fossile Zeugen der Entwick­lungs­ge­schichte naher Galaxien und unserer Milch­straße. Sie unter­sucht, wie Stern­ent­ste­hung und Anrei­che­rung mit schwe­re­ren Elemen­ten erfol­gen, und welche Rolle Verschmel­zungs­pro­zesse mit kleine­ren Galaxien sowie dunkle Materie spielen.

Lengauer ist Direk­tor am Max-Planck-Insti­tut für Infor­ma­tik in Saarbrü­cken sowie Honorar­pro­fes­sor an der Univer­si­tät des Saarlan­des. Seit den 1990er-Jahren trug er maßgeb­lich zum Aufbau der Bioin­for­ma­tik als wissen­schaft­li­che Diszi­plin bei. Heute umfas­sen seine Forschungs­the­men die rechner­ge­stützte Analyse der Struk­tur und Wechsel­wir­kun­gen von Prote­inen, den rechner­ge­stütz­ten Wirkstoff­ent­wurf sowie die Entwick­lung von Bioin­for­ma­tik­me­tho­den zu Verständ­nis, Diagnose und Thera­pie von Krankheiten.

Verleihung Hector Wissenschaftspreis am 30. Januar 2015

v.l. Dr. h.c. Hans-Werner Hector, Josephine Hector, Dr. Eva Grebel, Dr. Dr. Thomas Lengauer