Prof. em. Dr.-Ing. Hartmut Weule – Mitbegründer der Hector Fellow Academy
Mit tiefer Trauer nehmen wir Abschied von Prof. em. Dr.-Ing. Hartmut Weule, Mitbegründer der Hector Fellow Academy und einem der bedeutendsten Ingenieurwissenschaftler seiner Generation, der die enge Zusammenarbeit von Wissenschaft und Wirtschaft wie wenige andere verkörperte und diese auf einzigartige Weise miteinander verband.
Gemeinsam mit Dr. h.c. Hans-Werner Hector und seine Ehefrau Josephine Hector hat Hartmut Weule 2008 den Hector Wissenschaftspreises initiiert und anschließend auch, im Jahr 2013, die Hector Fellow Academy. Diese wurde mit dem Ziel ins Leben gerufen, interdisziplinäre Spitzenforschung zwischen den Forscher*innen in den Natur- und Ingenieurswissenschaften, der Medizin und Psychologie zu ermöglichen.
Bereits im Jahr 2000 gründete er darüber hinaus gemeinsam mit Dr. Hans-Werner Hector und Prof. Dr. Friedrich Hirsch das Hector-Seminar zur Förderung hochbegabter Schülerinnen und Schüler.
Hartmut Weule wurde am 1. Oktober 1940 geboren. Nach dem Studium des Maschinenbaus an der Technischen Universität Braunschweig promovierte er 1972 mit Auszeichnung zum Dr.-Ing. 1973 begann er bei der Daimler-Benz AG in Sindelfingen elektronische Achsmessgeräte und automatische Schraubsysteme zu entwickeln und erprobte systematisch den Robotereinsatz in der Automobilindustrie. 1982 folgte er dem Ruf auf den Lehrstuhl für Werkzeugmaschinen und Betriebstechnik an der Universität Karlsruhe. 1990 kehrte er als Vorstand Forschung und Technik zum Daimler-Benz-Konzern zurück. Nach seiner Rückkehr an die Universität Karlsruhe widmete er sich mit großem Engagement der Internationalisierung der Hochschule. Er gründete das International Department, um herausragende internationale Studierende im weltweit anerkannten „German Engineering“ auszubilden und deutsche Studierende auf den internationalen Markt vorzubereiten.
Hartmut Weules außergewöhnlichen Verdienste wurden vielfach gewürdigt: 2005 erhielt er das Verdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland, 2006 wurde er zum Akademischen Ehrenbürger ernannt. 2016 verlieh ihm das KIT die Ehrensenatorwürde für seine Verdienste beim Aufbau des International Department.
Sein Andenken werden wir in Ehren halten.