1. April 2021
Neue Veröf­fent­li­chung von Rashi Pant
© Hector Fellow Academy

Eine Studie von Rashi Pant wurde im Fachjour­nal Scien­ti­fic Reports veröffentlicht

Die multi­sen­so­ri­sche Verar­bei­tung eines Menschen kann durch visuelle Beein­träch­ti­gung in der Kindheit lebens­lang geschä­digt werden. Rashi Pant beschäf­tigte sich mit der Frage, ob sich Beein­träch­ti­gun­gen der visuell-hapti­schen Integra­tion im Kindes­al­ter wieder erholen können.

Eine Möglich­keit, die visuelle und multi­sen­so­ri­sche Funkti­ons­er­ho­lung zu beurtei­len, besteht darin, ihre Anfäl­lig­keit für bekannte Wahrneh­mung­sil­lu­sio­nen zu testen. Wahrneh­mung­sil­lu­sio­nen sind typischer­weise bestän­dig, was darauf hindeu­tet, dass sie durch automa­ti­sche Verar­bei­tungs­prin­zi­pien entste­hen. Daher ist das Fehlen der Wahrneh­mung einer visuel­len Illusion ein Hinweis auf eine gestörte visuelle bezie­hungs­weise multi­sen­so­ri­sche Verarbeitung.

In dem Artikel „The size-weight illusion is unimpai­red in indivi­du­als with a history of conge­ni­tal visual depri­va­tion“ schil­dern die Forschen­den ihre Forschungs­er­geb­nisse, die auf zwei unter­schied­li­chen Experi­mente basie­ren. In den Experi­men­ten wurde die charpen­tie­ri­sche Wahrneh­mungs­täu­schung (auch Größen-Gewicht-Täuschung genannt) an unter­schied­li­chen Proban­den getes­tet. Eine charpen­tie­ri­sche Wahrneh­mungs­täu­schung liegt vor, wenn Sehende beim Vergleich zwei gleich schwe­rer Objekte das mit dem größten Volumen als leich­ter einschätzen.

Aus den Experi­men­ten geht hervor, dass eine frühere Fehlsich­tig­keit die charpen­tie­ri­sche Wahrneh­mung nicht beein­träch­tigt. Diese Ergeb­nisse liefern starke Beweise dafür, dass sich die visuell-hapti­schen Prozesse, auch ohne visuelle Erfah­rung normal entwi­ckeln können.

Herzli­chen Glück­wunsch an Rashi Pant!