11. Januar 2022
Neue Veröf­fent­li­chung von Yannick Stahl
© Hector Fellow Academy

Paper von Yannick Stahl und Ralf Barten­schla­ger im Journal Nature Commu­ni­ca­ti­ons veröffentlicht

Chroni­sche Hepati­tis C und COVID-19 stellen die Medizin aktuell vor große Heraus­for­de­run­gen und sind für Millio­nen von Todes­fäl­len verant­wort­lich. Beide Krank­hei­ten werden durch virale Infek­tio­nen ausge­löst. Chroni­sche Hepati­tis C wird durch eine anhal­tende Infek­tion mit dem Hepati­tis-C-Virus verur­sacht, während COVID-19 auf eine akute Infek­tion mit dem schwe­ren akuten respi­ra­to­ri­schen Syndrom Coronavirus‑2 (SARS-CoV‑2) zurück­zu­füh­ren ist. Beide Viren sind biolo­gisch sehr unter­schied­lich, weisen aller­dings einige Gemein­sam­kei­ten auf.

Beide Viren verfü­gen über Einzel­strang-RNA-Genome mit positi­ver Polari­tät, die in membran­ar­ti­gen Vesik­eln im Zellplasma infizier­ter Zellen repli­ziert werden.

Bislang sind die Lipide, die die Bildung dieser Membran­ves­ikel steuern, weitge­hend unerforscht. In ihrer Veröf­fent­li­chung zeigt das Team unter Mitwir­kung von Yannick Stahl und Ralf Barten­schla­ger, dass die Produk­tion des Lipids Phospha­tid­säure durch das Enzym Acylgly­ce­rol­p­hos­phat-Acyltrans­ferase für die Bioge­nese der Membran­ves­ikel bei der viralen Repli­ka­tion von hoher Bedeu­tung ist.

Eine auf den Wirt ausge­rich­tete Thera­pie, die auf die Synthe­se­wege der Phospha­tid­säure abzielt, könnte daher neue Ansätze für thera­peu­ti­sche Maßnah­men bieten, um COVID-19 und Hepati­tis C besser bekämp­fen zu können.

Herzli­chen Glück­wunsch Yannick Stahl und Ralf Bartenschlager!