Die Zukunft mitgestalten
HFA-Symposien
© Oliver Killig

Medizin 4.0 – Organi­sche Elektro­nik in der moder­nen Medizin

Sympo­sium 2017

„Die Wissen­schaft ist dort angekom­men, wo Star Trek aufge­hört hat“

Öffent­li­che Veran­stal­tung beleuch­tet Poten­ziale und Anwen­dungs­fel­der der Organi­schen Elektro­nik in der Medizin.

Am 6. Juli 2017 fand in Dresden das dritte Sympo­sium der Hector Fellow Academy statt. Die öffent­li­che Veran­stal­tung zum Thema „Medizin 4.0 – Organi­sche Elektro­nik in der moder­nen Medizin“ wurde in Koope­ra­tion mit der Techni­schen Univer­si­tät Dresden ausge­rich­tet und lockte am Donners­tag­abend zahlrei­che Besucher*innen ins Deutsche Hygiene-Museum Dresden.

Fast 200 Teilnehmer*innen, darun­ter geladene Gäste aus Politik, Wissen­schaft und Wirtschaft sowie Betrof­fene, Mediziner*innen und inter­es­sierte Bürger*innen konnten einen Einblick in die Poten­ziale und Anwen­dungs­fel­der der organi­schen Elektro­nik in der Medizin gewinnen.

Durch den Abend mit spannen­den Vorträ­gen und angereg­ten Diskus­sio­nen führte Prof. Dr. Eberhart Zrenner, Hector Fellow und Senior­pro­fes­sor für Augen­heil­kunde am Werner Reichardt Centrum für Integra­tive Neuro­wis­sen­schaf­ten in Tübin­gen. Eröff­net wurde die Veran­stal­tung mit Grußwor­ten des Rektors der Techni­schen Univer­si­tät Dresden, Prof. Dr. Hans Müller-Stein­ha­gen, sowie des Staats­se­kre­tärs Uwe Gaul, der das Grußwort der Sächsi­schen Staats­mi­nis­te­rin für Wissen­schaft und Kunst, Dr. Eva-Maria Stange, überbrachte.

Zu den Videos der Begrü­ßung und Grußworte.

 

Prof. Dr. Karl Leo, Hector Fellow und Leiter des Dresden Integra­ted Center for Applied Physics and Photo­nic Materi­als (IAPP) der TU Dresden, gab in seinem Vortrag inter­es­sante Einbli­cke in das Feld der organi­schen Elektro­nik und zeigte das große Poten­zial dieser Techno­lo­gie für verschie­denste Anwen­dungs­fel­der auf. So finden sich die in Dresden entwi­ckel­ten Techno­lo­gien bereits heute in Handy-Displays wieder. Außer­dem wird in seiner Gruppe aktuell an neuar­ti­gen, flexi­blen organi­schen Solar­zel­len geforscht. Im medizi­ni­schen Bereich eröff­net die organi­sche Elektro­nik große Möglich­kei­ten in der Entwick­lung innova­ti­ver Implan­tate, wie etwa dem neuar­ti­gen Retina-Implan­tat, an dem Karl Leo derzeit in einem inter­dis­zi­pli­nä­ren, von der HFA geför­der­ten Projekt mit Eberhart Zrenner forscht.

Modera­tion

Prof. Dr. Dr. h.c. mult.

Eberhart Zrenner

Medizin, Biolo­gie & Ingenieurwesen

Hector Fellow seit 2012Disziplinen Eberhart Zrenner

   

Organi­sche Elektronik

Neue Anwen­dun­gen

Hector Fellow Prof. Dr. Karl Leo gibt in seinem Vortrag inter­es­sante Einbli­cke in das Feld der organi­schen Elektro­nik und zeigt das große Poten­zial dieser Techno­lo­gie für verschie­denste Anwen­dungs­fel­der auf.

   

Im anschlie­ßen­den Vortrag beleuch­tete Prof. Dr. George Malli­aras, Leiter des Bereichs Bioelek­tro­nik (BEL) an der École des Mines de Saint-Étienne in Frank­reich, den Einsatz organi­scher Elektro­nik für die Schnitt­stel­len­kopp­lung mit dem Gehirn. Die Entwick­lung neuar­ti­ger Techno­lo­gien zur Schnitt­stel­len­ver­bin­dung verspricht ein besse­res Verständ­nis von Funkti­ons­wei­sen des Gehirns und damit große Fortschritte in der Diagnose und Behand­lung zahlrei­cher Krank­heits­bil­der wie etwa Parkin­son oder Epilep­sie. So arbei­tet George Malli­aras beispiels­weise bereits erfolg­reich daran, die Messun­gen von Hirnak­ti­vi­tä­ten nicht- oder nur minimal-invasiv bei gleich­zei­tig höchs­ter Genau­ig­keit bei der Lokali­sie­rung der betrof­fe­nen Neuro­nen möglich zu machen.

   

Inter­fa­cing with the Brain using Organic Electronics

Profes­sor George Malli­aras, Head of the Bioelec­tro­nics Division (BEL) at the École des Mines de Saint-Étienne in France, explains the use of organic electro­nics to inter­face with the brain.

   

Prof. Dr. Thomas Stieg­litz, Profes­sor für Biome­di­zi­ni­sche Mikro­tech­nik an der Albert-Ludwigs-Univer­si­tät Freiburg, zeigte im Anschluss das große Poten­zial von polymer-basier­ten Schnitt­stel­len zum Nerven­sys­tem auf. In seinem Vortrag stellte er Einsatz­fel­der wie beispiels­weise intel­li­gente Implan­tate und „fühlende“ Prothe­sen vor. Außer­dem erläu­terte er die Funkti­ons­weise neuar­ti­ger Metho­den zur Senkung des Blutdrucks, die statt mit Medika­men­ten mit geziel­ten elektri­schen Stimu­la­tio­nen der Druck­sen­so­ren in den Blutge­fä­ßen arbei­ten. Thomas Stieg­litz machte in seinem Vortrag aber auch deutlich, dass die Entwick­lung dieser vielver­spre­chen­den neuar­ti­gen Techno­lo­gien gleich­zei­tig einen Diskurs über ethische und gesell­schaft­li­che Konse­quen­zen erfor­dert und mit einigen Heraus­for­de­run­gen verbun­den ist.

   

Polymer-basierte Schnitt­stel­len zum Nervensystem

Thomas Stieg­litz, Profes­sor für Biome­di­zi­ni­sche Mikro­tech­nik an der Albert-Ludwigs-Univer­si­tät Freiburg, zeigt in seinem Vortrag das große Poten­zial von polymer-basier­ten Schnitt­stel­len zum Nerven­sys­tem auf.

   

Prof. Dr. Thomas Stieg­litz, Profes­sor für Biome­di­zi­ni­sche Mikro­tech­nik an der Albert-Ludwigs-Univer­si­tät Freiburg, zeigte im Anschluss das große Poten­zial von polymer-basier­ten Schnitt­stel­len zum Nerven­sys­tem auf. In seinem Vortrag stellte er Einsatz­fel­der wie beispiels­weise intel­li­gente Implan­tate und „fühlende“ Prothe­sen vor. Außer­dem erläu­terte er die Funkti­ons­weise neuar­ti­ger Metho­den zur Senkung des Blutdrucks, die statt mit Medika­men­ten mit geziel­ten elektri­schen Stimu­la­tio­nen der Druck­sen­so­ren in den Blutge­fä­ßen arbei­ten. Thomas Stieg­litz machte in seinem Vortrag aber auch deutlich, dass die Entwick­lung dieser vielver­spre­chen­den neuar­ti­gen Techno­lo­gien gleich­zei­tig einen Diskurs über ethische und gesell­schaft­li­che Konse­quen­zen erfor­dert und mit einigen Heraus­for­de­run­gen verbun­den ist.

   

Wissen­schaft­li­che Vorträge

Prof. Dr.

George Malli­aras

Bioelek­tro­nik

Leiter des Bereichs Bioelek­tro­nik (BEL) an der École des Mines de Saint-Étienne in Frankreich

Prof. Dr.

Thomas Stieg­litz

Biome­di­zi­ni­sche Mikrotechnik

Profes­sor für Biome­di­zi­ni­sche Mikro­tech­nik an der Albert-Ludwigs-Univer­si­tät Freiburg

Prof. Dr.

Karl Leo

Physik

Hector Fellow seit 2013Disziplinen Karl Leo

   

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