@ Hector Fellow Academy
5. Oktober 2026
Hector Fellow Peter Hegemann erhält Medizin-Nobelpreis

Peter Hegemann für seine wegwei­sende Forschung zur Optoge­ne­tik ausgezeichnet

Hector Fellow Peter Hegemann erhält gemein­sam mit Karl Deiss­eroth und Georg Nagel den Medizin-Nobel­preis 2026. Die drei Wissen­schaft­ler werden für ihre wegwei­sen­den Entde­ckun­gen zu licht­ge­steu­er­ten Ionen­ka­nä­len und zur Optoge­ne­tik ausge­zeich­net. Hegemann ist Profes­sor für Experi­men­telle Biophy­sik an der Humboldt-Univer­si­tät zu Berlin und seit 2015 Mitglied der Hector Fellow Academy.

Peter Hegemann zählt zu den Pionie­ren der Optoge­ne­tik – einer Methode, die Genetik und Licht kombi­niert, um die Aktivi­tät von Zellen, insbe­son­dere von Nerven­zel­len, präzise zu steuern. Seine Forschung an licht­emp­find­li­chen Prote­inen in Algen führte zur Entde­ckung und Charak­te­ri­sie­rung der sogenann­ten Channel­rhod­op­sine. Diese Prote­ine können gezielt in bestimmte Zellen einge­bracht werden und ermög­li­chen es, deren Aktivi­tät mithilfe von Licht­im­pul­sen zu aktivie­ren oder zu hemmen. Gemein­sam mit den darauf­fol­gen­den Fortschrit­ten bei der Anwen­dung dieses Prinzips auf Nerven­zel­len legte seine Arbeit den Grund­stein für die Optoge­ne­tik als leistungs­fä­hige Forschungsmethode.

Heute hat die Optoge­ne­tik die Neuro­wis­sen­schaf­ten grund­le­gend verän­dert. Sie ermög­licht es Forschen­den, die Funktio­nen bestimm­ter Zellen und neuro­na­ler Netzwerke mit hoher Präzi­sion zu unter­su­chen. Dadurch eröff­nen sich neue Möglich­kei­ten, die Funkti­ons­weise des Gehirns zu erfor­schen und die Mecha­nis­men neuro­lo­gi­scher Erkran­kun­gen besser zu verste­hen. Mit dem Nobel­preis wird die weitrei­chende Bedeu­tung dieser Grund­la­gen­for­schung für die moderne Neuro­wis­sen­schaft und Medizin gewürdigt.

Die feier­li­che Verlei­hung des Nobel­prei­ses findet am 10. Dezem­ber 2026, dem Todes­tag Alfred Nobels, in Stock­holm statt.