Netzwerkbildung und interdisziplinärer Wissenstransfer
Associated YR ProjekteAssociated Young Researchers Projekte
Netzwerkbildung und interdisziplinärer Wissenstransfer sind essenziell, um Forschungskooperationen voranzutreiben. Die Hector Fellow Academy bietet, neben der Förderung von Nachwuchswissenschaftler*innen im Rahmen ihrer Promotion oder eines Projekts, auch Doktorand*innen und Postdoktorand*innen in den Arbeitsgruppen der Hector Fellows die Möglichkeit Teil der Hector Fellow Academy zu werden. Im Rahmen des Associated Young Researchers-Programms können diese an zahlreichen Weiterbildungen sowie an Netzwerkveranstaltungen, Symposia oder Konferenzen teilnehmen. Um als Associated Young Researcher aufgenommen zu werden, benötigen diese/r das Einverständnis des betreuenden Hector Fellows.
Aktuelle Projekte
Zurzeit werden folgende Associated Young Researchers Projekte unterstützt
Messen von individuellen Spins auf der atomaren Skala mit magnetischer Austauchkraft-Mikroskopie
Lovis Hardeweg – Hector RCD Awardee Philip Willke
Im Rahmen der allgemeinen Bemühungen um stabile und anwendungsreife Quantencomputer befasst sich dieses Projekt mit der Grundlagenforschung zu den grundlegenden Bausteinen von Quantencomputern, den Qbits. Wir nutzen die Rastersondenmikroskopie (SPM), um einzelne Atome und Moleküle auf Oberflächen hinsichtlich ihrer potenziellen Rolle als Spin-Qbits zu untersuchen. Konkret untersucht dieses Projekt, wie die Kohärenz – ein wichtiger Qualitätsmaßstab für Qbits – durch die Umgebung beeinflusst wird.
Zufällige Tessellationen im hyperbolischen Raum
Nat Kendal-Freedman – Hector Fellow Anna Wienhard
Tessellationen unterteilen einen Raum ähnlich wie die Mosaiksteine ein Bild unterteilen. Die Untersuchung der einzelnen Steine und der von ihnen gebildeten Muster bietet eine Möglichkeit, sowohl reale Phänomene wie Mikrostrukturen als auch mathematische Objekte wie metrische Räume zu analysieren. In diesem Projekt untersuchen wir zufällige Tessellationen im hyperbolischen Raum, um einen überraschenden Zusammenhang zwischen Wahrscheinlichkeit, Geometrie und Algebra besser zu verstehen.
CRISPR/Cas und RNA-Therapeutika für erbliche Netzhauterkrankungen
Pietro De Angeli – Hector Fellow Eberhart Zrenner
Sehverlust durch erbliche Netzhauterkrankungen wird durch fehlerhafte Gene verursacht. Meine Forschung nutzt moderne Werkzeuge wie CRISPR und RNA-Therapien, um Mutationen in Genen wie RHO, USH2A und ABCA4 gezielt zu korrigieren oder Stillzulegen. Diese Therapien werden in fortschrittlichen patientenbasierten Modellen getestet, darunter aus Stammzellen abgeleitete Netzhautzellen, mit dem Ziel, sichere und wirksame Behandlungen für die klinische Anwendung zu entwickeln.
Neuromodulatorische Prozesse beim Lernen und lebenslange Hirnplastizität: Einblicke in das visuelle Wahrnehmungslernen
Savanna Babu – Hector RCD Awardee Sebastian Frank
In diesem Projekt wird untersucht, wie sich Lern- und Gehirnplastizitätsmechanismen zwischen jungen und älteren Erwachsenen im Kontext des visuellen Wahrnehmungslernens (Visual Perceptual Learning, VPL) unterscheiden. Unter VPL versteht man eine Verbesserung in einer visuellen Fähigkeit durch wiederholte visuelle Erfahrungen oder Training. Wir werden VPL mithilfe von Verhaltenstrainingsprotokollen untersuchen und mit Methoden wie Eye-Tracking, funktioneller Magnetresonanztomographie (fMRT) und Magnetresonanzspektroskopie (MRS) kombinieren.
Erweiterte, Bor-dotierte Helicene als neuartige organische Materialien
Klaudia Szkodzinska – Hector RCD Awardee Agnieszka Nowak-Król
Helicene sind eine Klasse polyzyklischer aromatischer Kohlenwasserstoffe (PAK) mit schraubenförmigen Strukturen, die charakteristische optische und optoelektronische Eigenschaften aufweisen. Sowohl die Erweiterung der Helicenstruktur als auch ihre Dotierung mit Bor verbessern nachweislich diese Eigenschaften und ermöglichen vielfältige Anwendungen, beispielsweise in OLEDs und OFETs. Dieses Projekt konzentriert sich auf die Synthese von Helicenen, die diese beiden Strategien in sich vereinen, als potenzielle neue Materialien für die organische Elektronik und für grundlegende Studien.
Über die Potenzielle Beteiligung von Rhodopsinen an der Magnetosensitivität bei Vögeln
Arno Munhoven – Hector Fellow Peter Hegemann
Das Erdmagnetfeld leitet Zugvögel über weite Entfernungen. Trotz jahrzehntelanger Forschung bleiben die Mechanismen der magnetischen Orientierung bei Vögeln unklar. Jüngste Studien deuten darauf hin, dass Cryptochrome eine Rolle spielen, aber dies nachzuweisen ist schwierig. Unser Projekt untersucht, ob auch Rhodopsine, bisher übersehen, dazu beitragen. Wir wollen diese Photorezeptoren auf molekularer Ebene verstehen und Verhaltensstudien mit transgenen Vögeln ermöglichen.
Evolution der Wundversorgung und des Rettungsverhaltens bei Treiberameisen
Juan José Lagos-Oviedo – Hector RCD Awardee Erik T. Frank
Gewisse Ameisenarten zeigen Wundpflege- und Rettungsverhalten gegenüber verletzten Nestgenossen, was das Überleben des Einzelnen erhöht und die Arbeitskraft der Kolonie erhält. Trotz dieser Vorteile ist unklar, wie ökologische und evolutionäre Faktoren diese sozialen Verhaltensweisen geprägt haben. Durch die Anwendung interdisziplinärer Methoden aus der Verhaltens- und theoretischen Biologie wollen wir die Ursachen und Folgen der Evolution von Wundpflege- und Rettungsverhalten aufklären.
Kognitive und neuronale Mechanismen der Gedächtnisgeneralisierung im Wach- und Schlafzustand
Katja Kleespies – Hector RCD Awardee Monika Schönauer
Das menschliche Gehirn verfügt über die bemerkenswerte Fähigkeit, Wissen aus spezifischen Lernerfahrungen flexibel auf neue Situationen zu verallgemeinern. Die Mechanismen, die solchen Generalisierungsprozessen zugrunde liegen, sind jedoch noch nicht vollständig verstanden. Dieses Projekt zielt darauf ab, die kognitiven und neuronalen Repräsentationen zu charakterisieren, die erfolgreicher Generalisierungsprozesse zu Grunde liegen, und Faktoren zu identifizieren, die diese beeinflussen (z. B. Schlaf). So wollen wir verstehen, wie wir uns in einer sich ständig verändernden Welt zurechtfinden.
Wärmeaktivierte Elastokalorische Kühlung
Yi-Ting Hsiau – Hector RCD Awardee Jingyuan Xu
Elastokalorische Kühlung nutzt spannungsinduzierte Phasenumwandlungen, die beim Anlegen oder Entfernen von mechanischer Spannung latente Wärme freisetzt oder aufnimmt. Diese Technik ist vielversprechend aufgrund des hohen kalorischen Effekts. Nachteilig ist der große Aktor. Dieses Projekt zielt darauf ab, die mit Niedertemperaturwärme betrieben werden, zu integrieren, um das Verhältnis von Antriebs- zu Kältemittelmasse zu senken und ohne elektrischen Strom zu operieren.
Visuelle Verarbeitung von dynamischen Lichtumgebungen – Vom Photon zum Verhalten
Andrea Gonsek – Hector Fellow Awardee Anna Stöckl
In ihrer natürlichen Umgebung sind Insekten mit diversen Lichtbedingungen konfrontiert. Diese reichen von graduellen Veränderungen zwischen Tag und Nacht, bis zu rapiden Lichtschwankungen zwischen Habitaten. Um zu verstehen, wie Insekten relevante Informationen aus diesen dynamischen visuellen Szenen extrahieren, untersuche ich drei Phasen des komplexen Steuerkreises zwischen Wahrnehmung und Verhalten: (i) adaptives Verhalten, (ii) natürliches Input, und (iii) sensorische Verarbeitung.
Mechanismen des Superinfektionsausschlusses in Archaeen
Emine Rabia Sensevdi
Viren sind viel mehr als bloße Parasiten, sie kommen in allen Bereichen des Lebens vor und können verschiedene Arten von Beziehungen zu ihrem Wirt haben: von parasitären bis hin zu sogar nützlichen. Eine potenziell vorteilhafte Beziehung zugunsten des Wirts ist die Fähigkeit einiger Viren, eine Superinfektion durch andere Viren zu verhindern, was als Superinfektionsausschluss (superinfection exclusion SIE) bezeichnet wird. Unser Verständnis dieses Mechanismus ist jedoch eher gering. Dieses Projekt zielt darauf ab, den molekularen Mechanismus, der SIE in Haloarchaealen-Viren zugrunde liegt, mit molekularen und virologischen Techniken zu entschlüsseln.
Von mitochondrialen Genotypen zu Phänotypen mittels single-cell multi-omics
Pauline Kautz – Hector RCD Awardee Leif Ludwig
Somatische Mutationen in mitochondrialer DNA (mtDNA) sind mit einer Vielzahl humaner Erkrankungen assoziiert, allerdings ist es bisher schwierig gewesen auf zellulärer Ebene einen mitochondrialen Genotyp mit einem Phänotyp zu verknüpfen. Unser Ziel ist es, metabolische Profile mit Hilfe multimodaler Sequenzierungsmethoden auf Einzelzellebene zu integrieren, um die Folgen mtDNA Mutationen auf zellulärer und genomischer Ebene besser zu charakterisieren.
Abgeschlossene Projekte
Finden Sie hier eine Übersicht der bereits abgeschlossene Projekte.











