27. Juli 2020
Neue Veröf­fent­li­chung von Anja Zeller
© Hector Fellow Academy

Eine Studie von Anja Zeller wurde als Open-Access-Paper bei Wiley Perio­di­cals veröffentlicht

Die Studie mit dem Titel „A combi­na­tion of combat experi­ence, early abduc­tion, and severe trauma­tiz­a­tion fuels appeti­tive aggres­sion and violence among abduc­tees of rebel war in Northern Uganda“ von Anja Zeller unter­sucht die Auswir­kun­gen trauma­ti­scher Erleb­nisse bei Perso­nen, die während ihrer Kindheit Opfer von Konflik­ten oder Terror wurden.

Perso­nen, die als Kinder in eine bewaff­nete Gruppe entführt wurden, erleben häufi­ger trauma­ti­sche Belas­tun­gen. Die Studie, unter der Leitung von Anja Zeller, analy­siert die Wechsel­wir­kung zwischen dem Alter bei der anfäng­li­chen Entfüh­rung und der trauma­ti­schen Belas­tung im späte­ren Lebensverlauf.

Die Studie zeigt, dass die appeti­tive Aggres­sion und die Anzahl der verüb­ten Gewalt­ta­ten bei Perso­nen, die jung entführt wurden, mehrere trauma­ti­sche Ereig­nisse in ihrem Leben erleb­ten und über frühere Kampf­erfah­run­gen verfüg­ten, spezi­fisch erhöht waren. Bei verüb­ter Gewalt wiesen Männer erhöhte Werte auf, während bei appeti­ti­ver Aggres­sion dieser Zusam­men­hang unabhän­gig vom biolo­gi­schen Geschlecht war. Perso­nen, die früh entführt wurden, müssen deshalb durch die erhöhte trauma­ti­sche Belas­tung beson­dere Maßnah­men erhal­ten, um weitere Gewalt zu verhindern.