Netzwerkbildung und interdisziplinärer Wissenstransfer
Alumni-ProjekteAbgeschlossene Projekte
Die Hector Fellow Academy hat ein dynamisches Netzwerk für ihre Alumni geschaffen, um auch über den Projektzeitraum hinaus den Dialog zwischen herausragenden Wissenschaftler*innen aufrecht zu erhalten. Der regelmäßige Austausch und Transfer von Forschungsergebnissen sowie die Möglichkeit zur langfristigen fächerübergreifenden Zusammenarbeit machen die HFA zu einer lebendigen Wissenschaftsakademie. Die folgenden Projekte wurden erfolgreich abgeschlossen.
Abgeschlossene interdisziplinäre Projekte
Abgeschlossene Promotionsprojekte
Sensitive period plasticity and functional recovery after sight restoration
Rashi Pant – Hector Fellow Brigitte Röder
Blindgeborene Menschen haben, selbst wenn sie ihre Sehkraft in früher Kindheit wiedererlangen, weiterhin Beeinträchtigungen des Sehvermögens. Dies ist vermutlich begründet durch das Fehlen visueller Erfahrungen während bestimmter Zeitfenster der Entwicklung.
Mechanismen Reproduktiver Isolation während schneller Artbildung
Sina Rometsch – Hector Fellow Axel Meyer
Reproduktive Isolation, die Einschränkung des Austausches von genetischem Material, ist ausschlaggebend für die Aufspaltung von Populationen in eigenständige Arten. Meist wird Artbildung durch extrinsische physische Barrieren vereinfacht, sie kann in seltenen Fällen aber auch ohne solche Barrieren von statten gehen. Jedoch ist noch nicht erforscht, ob Artbildung unter diesen zwei unterschiedlichen geographischen Szenarien durch dieselben oder verschiedene Mechanismen der reproduktiven Isolation verursacht wird. Wir wollen zur Beantwortung dieser bedeutenden Frage in der Biologie beitragen, indem wir uns ein Modellsystem der Artbildung zu Nutze machen: die Midas Buntbarsche Nicaraguas.
Epigenetische Grundlage von appetitiver Aggression
Anja Rukundo-Zeller – Hector Fellow Thomas Elbert
Aggression kann unterteilt werden in reaktive Formen – eine protektive Antwort auf eine akute Bedrohung – und instrumentelle Formen – zielgerichtete Ausübung. Appetitive Aggression ist eine Unterform der letzteren, welche über die Lustgefühle bei der Ausübung von Gewalt definiert ist.
Bis jetzt wurde diese Form nur anhand von Selbstberichten erhoben. Das Doktorandenprojekt unter Supervision von Prof. Thomas Elbert intendiert einen objektiven, epigenetischen Marker für appetitive Aggression zu kreieren
Helizitätserhaltende Kavität zur Verbesserung des Zirkulardichroismus
Philip Scott – Hector Fellow Martin Wegener
Die meisten modernen Medikamente basieren auf der Einhändigkeit eines chiralen Moleküls (ein Enantiomer). In vielen Fällen, je nach Händigkeit des Enantiomers, kann das Medikament entweder positive oder schädliche Wirkungen haben, daher ist es wünschenswert, die Händigkeit feststellen zu können. Die Spektroskopie des Zirkulardichroismus (CD) kann aufgrund der unterschiedlichen Absorption von zirkular polarisiertem Licht zwischen der Händigkeit unterscheiden, leidet aber unter schwachen Signalen; daher ist ein Verfahren zur Verbesserung des Signals erwünscht.
Realisierung eines Quantenprozessors auf der Basis von Strontium-Rydberg-Atomen
Maximilian Ammenwerth – Hector Fellow Immanuel Bloch
In diesem Projekt wird ein innovatives Quantengas-Mikroskop entwickelt, welches mit Hilfe von optischen Pinzetten neutrale Strontium Atome zu konfigurierbaren und defekt-freien Anordnungen sortiert. Dies erlaubt eine schnelle Initialisierung und dient als Ausgangspunkt für die analoge Simulation von Quanten-Vielteilchensystemen und als Qubit-Register für digitales Quantencomputing. Durch Ausnutzung von Rydberg-Wechselwirkungen können Spin-Modelle simuliert und Quantengatter implementiert werden.
Gold-katalysierte Funktionalisierung von 1,3‑Diin-Derivaten
Philipp Stein – Hector Fellow A. Stephen K. Hashmi
Die möglichst effiziente Gestaltung chemischer Prozesse ist industriell von hoher Bedeutung. Hierzu leistet die aktuelle Forschung einen essentiellen Beitrag, komplexe Substrate in möglichst wenig Schritten und in hoher Ausbeute kostengünstig zu synthetisieren. Dieses Promotionsvorhaben, unter der Leitung von Hector Fellow A. Stephen K. Hashmi, befasst sich daher mit dem Mechanismus, sowie der Funktionalisierung einer breiten Auswahl an 1,3‑Diinen mit variierenden Nukleophilen.
Bildung von amorphen Kohlstoff durch methanogene und methanoxidierende Archaeen
Stian Torset – Hector Fellow Antje Boetius
Das Projekt untersucht die Struktur und Rolle von amorphen Kohlenstoff, der durch methanogenen und Methan-oxidierenden Archaeen gebildeten wird, sowie die molekularen Mechanismen, die zur Bildung dieses als Biomaterial unbekannten Stoffes beitragen. Dau werden biophysikalische Ansätze genutzt, um die Rolle der Strukturen aufzulösen, und genetische Methoden, um die zur biogenen Bildung dieser Verbindung benötigten Gene und Proteine zu identifizieren. Das Projekt wird betreut von Hector Fellow Antje Boetius.
1,3‑Diketon basierte Liganden für die Übergangsmetallkatalyse
Jonas Wunsch – Hector Fellow A. Stephen K. Hashmi
Der Entwicklung von Katalysatoren zur Effizienzsteigerung oder zur Ermöglichung gänzlich neuer chemischer Reaktionen kommt ein enormes Interesse zu. Dafür wird eine breite Auswahl an Liganden benötigt. Ziel der von Hector Fellow A. Stephen K. Hashmi betreuten Promotion ist es neue Liganden, die aus der formalen doppelten Deprotonierung von 1,3‑Diketonen entstehen, zu entwickeln um das Spektrum bekannter Liganden zu erweitern. Hierfür müssen geeignete Syntheserouten gefunden werden und die erhaltenen Liganden charakterisiert werden.







