Die Zukunft mitgestalten
Projekte

Wundver­sor­gung zwischen Ameisen und Pflanzen

Melina Kienitz - Hector RCD Awardee Erik T. Frank

Das Projekt untersucht den Mutualismus zwischen Vachellia Bäumen und Pseudomyrmex Ameisen, mit Fokus auf ihre Rolle in der Wundpflege. Durch chemische Ökologie, Proteomik, Mikrobiologie und Verhaltensforschung sollen relevante Wundheilungsstoffe sowie die evolutionären Mechanismen identifiziert werden, die zwischenartliche Wundversorgung ermöglicht haben. Diese Forschung erweitert das Konzept sozialer Immunität auf den Ameisenwirt in dieser einzigartigen Beziehung.

Inter-kingdom wound care between ants and plants© Melina Kienitz

Neuro­mo­du­la­to­ri­sche Prozesse beim Lernen und lebens­lange Hirnplas­ti­zi­tät: Einbli­cke in das visuelle Wahrnehmungslernen

Savanna Babu - Hector RCD Awardee Sebastian Frank

In diesem Projekt wird untersucht, wie sich Lern- und Gehirnplastizitätsmechanismen zwischen jungen und älteren Erwachsenen im Kontext des visuellen Wahrnehmungslernens (Visual Perceptual Learning, VPL) unterscheiden. Unter VPL versteht man eine Verbesserung in einer visuellen Fähigkeit durch wiederholte visuelle Erfahrungen oder Training. Wir werden VPL mithilfe von Verhaltenstrainingsprotokollen untersuchen und mit Methoden wie Eye-Tracking, funktioneller Magnetresonanztomographie (fMRT) und Magnetresonanzspektroskopie (MRS) kombinieren.

© Savanna Babu

Erler­nen der visuel­len Wahrneh­mung nach einer vorüber­ge­hen­den Phase angebo­re­ner Blind­heit: Neuro­nale Mecha­nis­men bei der Wieder­her­stel­lung des Sehvermögens

Hector Fellow Brigitte Röder
Hector RCD Awardee Sebastian Frank
Hector Fellow Eberhart Zrenner

Das Projekt untersucht die neuronalen Mechanismen, die der Wiederherstellung des Sehvermögens durch visuell-perzeptuelles Lernen bei Patienten mit angeborener Blindheit zugrunde liegen. Unter der Leitung von Dr. Sebastian Frank (Universität Regensburg), Prof. Brigitte Röder (Universität Hamburg) und Prof. Dr. med. Dr. h.c. mult. Eberhart Zrenner (Universität Tübingen) und in Kooperation mit dem LV Prasad Eye Institute in Indien werden mittels MRS und EEG Veränderungen im Verhältnis von Erregung und Hemmung untersucht. Ziel ist es, die Grundlagen der visuellen Plastizität besser zu verstehen und die Rehabilitation bei Sehstörungen zu verbessern.

© Crane Design - Adobe Stock

Leben bei Nacht und Tag: Genomik der Licht­an­pas­sung bei Motten als Raupen und als erwach­sene Tiere

Hector RCD Awardee Anna Stöckl
Hector Fellow Axel Meyer

Dieses Projekt unter der Leitung von Juniorprof. Dr. Anna Stöckl und Prof. Dr. Axel Meyer (Universität Konstanz) untersucht, wie sich Motten an künstliches Licht in der Nacht anpassen. Durch die Kombination von Genomik, Neuroanatomie und Verhaltensforschung will das Team die Mechanismen der sensorischen Plastizität während der Metamorphose aufdecken. Mit Hilfe von Transkriptomik, Epigenetik und Verhaltensanalysen wird untersucht, wie sich die Lichtexposition während der Raupenphase auf die erwachsenen Motten auswirkt. Die Ergebnisse werden wertvolle Einblicke in die Anpassungsfähigkeit von Tieren an vom Menschen verursachte Umweltveränderungen liefern und zukünftige ökologische und evolutionäre Studien prägen.

© Martin - Adobe Stock

Entschlüs­se­lung univer­sel­ler Mecha­nis­men der Virusreplikation

Hector Fellow Ralf Bartenschlager
Hector RCD Awardee Tessa Quax

Das Projekt unter der Leitung von Prof. Dr. Dr. h.c. Ralf Bartenschlager (Universität Heidelberg) und Prof. Dr. Tessa Quax (Universität Groningen) untersucht, ob Archaeenviren spezialisierte Replikationskompartimente bilden - eine Strategie, die bereits bei bakteriellen und eukaryotischen Viren nachgewiesen wurde. Durch die Kombination von Strukturbiologie, Zellbiologie, Medizin und Chemie sollen universelle Mechanismen der viralen Replikation identifiziert werden. Mittels fortgeschrittener bildgebender Verfahren, genetischer Markierung und Lipidanalyse soll die virale Replikation in Archaeen untersucht und mit anderen Organismen verglichen werden. Die Ergebnisse sollen neue Einblicke in die Evolution von Viren liefern und mögliche Ansätze für antivirale Therapien aufzeigen. Darüber hinaus werden Nachwuchswissenschaftler*innen in interdisziplinärer Virologie ausgebildet.

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Elektro­phile Reakti­vi­tät zur Bereit­stel­lung bestimm­ter helika­ler chira­ler Gold(III)-Katalysatoren für die asymme­tri­sche Synthese bioak­ti­ver Verbindungen

Hector RCD Awardee Agnieszka Nowak-Król
Hector Fellow A. Stephen K. Hashmi

Ziel des Projekts unter der Leitung von Hector RCD-Preisträgerin Agnieszka Nowak-Król (Universität Würzburg) und Hector Fellow A. Stephen K. Hashmi (Universität Heidelberg) ist die Entwicklung genau definierter helikaler chiraler Gold(III)-Komplexe - die ersten Beispiele für helikale chirale Goldkomplexe mit Goldatomen, die sich entweder am äußeren oder inneren Rand eines helikalen Systems befinden. Das katalytische Potential dieser neuartigen Komplexe und ihre praktische Anwendbarkeit sollen in der enantioselektiven Synthese von kleinen organischen Molekülen und biologisch oder pharmazeutisch relevanten Zielstrukturen, d.h. Naturstoffen und pharmazeutisch aktiven Verbindungen, demonstriert werden.

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